. Pressebericht von Heiner Mayer aus Weinheimer Nachrichten Grosssachsen. Der Trainer von Handball-Drittligist TVG Großsachsen, Uli Schuppler, ist gestern mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. "Bis vor Kurzem war ich felsenfest davon überzeugt, das Ruder noch herumreißen zu können. Doch die Leistungen in den beiden letzten Spielen in Neuhausen und Kronau/Östringen sprechen eine andere Sprache. Dann muss man sich natürlich kritisch hinterfragen, ob ich persönlich die Mannschaft noch erreiche und ob diese noch komplett hinter mir steht. Diese Überzeugung hatte ich jetzt nicht mehr", begründet Schuppler seinen Schritt. Der ehemalige Nationalspieler hatte sein Amt beim TVG im Januar 2011 von Uwe Rahn übernommen, der damals berufsbedingt auf den Posten des Sportlichen Leiters wechselte. Nach dem knappen Abstieg in Großsachsens erster Drittliga-Saison, schaffte der 46-Jährige mit dem Team den sofortigen Wiederaufstieg als Oberliga-Meister. Nach sieben Siegen in Folge belegte der Aufsteiger in der Hinrunde der 3. Liga teilweise sogar Platz eins in der Tabelle, musste sich aber nach zuletzt 5:17 Punkten ganz stark nach unten orientieren. "Ich hoffe, dass mein Schritt das richtige Signal an die Mannschaft ist und sie endlich wieder befreit aufspielt, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen", verabschiedete sich Schuppler. Manager Fritz Mayer, der zuletzt den desolaten Auftritt des TVG in Östringen mit angesehen hatte, zollte der Entscheidung Respekt: "Ich kann mich bei Uli Schuppler nur bedanken. Zuletzt war einfach der Wurm drin, ich hoffe, dass die Mannschaft spätestens jetzt kapiert hat, um was es hier geht. Uwe Rahn wird mit seiner langjährigen Erfahrung als Interimslösung bis Saisonende übernehmen, dabei aber Co-Trainer Stefan Pohl mehr Verantwortung übergeben als bisher. Uwe Rahn, der nicht nur für die Personalplanungen zuständig ist, sondern beim letzten Sieg des TVG am 19. Januar gegen Hochdorf auch mit auf der Bank saß, hofft, der Mannschaft wieder Selbstvertrauen geben zu können. "In den Gesprächen der vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass das Hauptproblem der Akteure im Kopf liegt. Eine gefestigte Mannschaft hätte sich nach einer solch klaren Führung wie in Östringen nicht so aus dem Konzept bringen lassen. Mit dem Ausgleich fielen alle in sich zusammen. Ich will den lange vermissten Kampfeswillen, die ursprüngliche TVG- Tugend, wieder sehen", sagt der A-Lizenzinhaber. hm . |