Jedermann - Aktuelles

Dienstag, 08. Mai 2018

36. Weinreise der Jedermänner

Vom Breisgau in das südliche Elsass

 Die sechsunddreißigste Wein- und Kulturreise  führte die Jedermänner des TV Germania Großsachsen mit ihren Damen zwei Tage in den Breisgau und in das südliche Elsass.

An zwei wunderschönen Sonnentagen ging es zunächst nach Ettenheimmünster, südlich von Lahr gelegen. Dort befindet sich eine Wallfahrtskirche, das letzte Überbleibsel eines Benediktinerklosters, die dem Heiligen Landelin gewidmet ist. Landelin war ein irischer Missionar, der am Ort der jetzigen Kirche im Jahre 640 ermordet wurde. Die Kirche beeindruckt durch üppigen Barock-Schmuck, einen reichen Hochaltar und virtuose Schnitzarbeiten am Chorgestühl und den Beichtstühlen. Der wertvollste Schatz, die in Silber gearbeitete Landelin-Büste mit einer Schädelreliquie des Märtyrers, wird leider nur an hohen Feiertagen gezeigt.

Das ausführliche Picknick zur Stärkung mit den nahrhaften Schmackhaftigkeiten wie Lachs, Forelle, Schinken und Käse fand im Grünen vor den Toren von Ettenheim  statt. Natürlich gab es auch noch Kaffee und Kuchen der Damen.

Danach trennte sich die Gruppe; ein Teil besichtigte die erstaunlich einheitlich und harmonisch aufgebaute Altstadt von Ettenheim mit gut erhaltenen Barock-Gebäuden, schönen Fachwerkhäusern und malerischen Gässchen und Winkeln. Das verdankt sie den Bischöfen von Straßburg, die hier bis1803 die Herren waren. Der bekannteste war der Kardinal Rohan, der sich 1790 vor den französischen Revolutionswirren auf die rechte Rheinseite geflüchtet hatte und hier in dem langgestreckten Palast neben dem prächtigen Rathaus seine letzten Jahre verbrachte.

Der andere Teil der Gruppe begab sich zur Winzergenossenschaft Buchholz, nördlich vom Eingang ins Glottertal gelegen, um die dortigen Weine zu verkosten. Nach einem Begrüßungssekt folgten Rivaner, Grauburgunder, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Spätburgunder, auch Barrique. Alle waren begeistert von diesen im weniger bekannten Anbaugebiet Breisgau gewachsenen und in Breisach ausgebauten Weinen.

Nach einer Übernachtung in einem schön im Grünen gelegenen Hotel in Gutach stand am folgenden Morgen die Fahrt ins Elsass nach Colmar auf dem Programm.

  Die ausführliche Führung durch die Altstadt Colmars ging vorbei am sog. Kopfhaus  mit seinen zahlreichen Kopfmasken als Fassadenschmuck  über malerische Gassen zur Stiftskirche St. Martin mit eindrucksvollem Nikolausportal und zum Geburtshaus  des Bildhauers Bartholdi, dem Erbauer der Freiheitsstatue von New York und des Löwen von Belfort. Es folgte das mit Malerei und Schnitzarbeiten reich verzierte Pfisterhaus, das schönste Haus der Colmarer Altstadt,  und das mit einer Holzgalerie und einer schönen Außentreppe versehene Alte Kaufhaus  mit dem Schwendi-Brunnen davor. Der Abstecher zur Alten Markthalle und der Blick auf  „Klein-Venedig“, mit seinen malerischen Häusern am Flüsschen gelegen, waren leider viel zu kurz. Da kann man länger verweilen.

Nach individueller Stärkung - die Restaurants sind zahlreich und das Angebot bietet für jeden etwas - ging es weiter zum nahegelegenen malerischen Dörfchen  Riquewihr. Es gilt als der reizvollste der kleinen Winzerorte im Elsass, da sein Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert unversehrt erhalten ist. Auch wegen der guten Weine ist Riquewihr im Sommer und zur Weinlese ein beliebtes Ausflugsziel. Bereits seit dem 16. Jahrhundert regelt eine Verordnung den Weinbau, „unedle Stöck“  waren verboten. Die Qualität wurde und wird streng überwacht.

Zurück in Großsachsen gab es an der Boulehütte  noch eine Stärkung bei geselligem Beisammensein. jt