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Handball Herren Montag, 14. Mai 2018

Ein Sieg nur für die Statistik

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 14.05.2017

Großsachsen. „Wir haben das uns Mögliche getan. Ich bin stolz auf die Jungs und die Abschlussfeier jetzt haben sie sich echt verdient.“ Herbert Fath, Trainer des TVG Großsachsen, war sichtlich geschafft. Mit 24:22 (15:11) besiegte seine Mannschaft den TSV Rintheim im Heimspiel, nachdem der TVG II das Hinspiel noch 23:25 verloren hatte. Aufgrund eines mehr erzielten Auswärtstors setzten sich die Bergsträßer gegen die Karlsruher durch.
Es war allerdings ein Sieg für die Statistik. Denn die Aufstiegsspiele wurden nur vorsorglich durchgeführt. Dadurch, dass die TSG Wiesloch in den BWOL-Aufstiegsspielen am Sonntag scheiterte, hat der Landesliga-Relegationssieger nun keine Chance mehr nachzurücken.
Egal. Es war jedenfalls ein stimmungsvoller Saisonabschluss für beide Mannschaften, der den Rint-heimern letztlich mehr wehtat als dem TVG. Denn der TV war bereits zum zweiten Mal Landesliga-Zweiter und hätte den Verbandsligaaufstieg gerne realisiert. „Die Enttäuschung ist riesig. Wenn man das Ergebnis jetzt sieht, war letztlich ausschlaggebend, das wir den Sieben-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel nicht verteidigt haben“, sagte Rint-heims Trainer Markus Elsner. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, gerade wenn man sieht, dass Großsachsen einen noch voll im Saft stehenden Drittliga-Spieler reaktivieren musste.“
Gemeint war Tobias Kohl, der für den sich bereits im Urlaub weilenden Max von Babka eingesprungen war. „Ansonsten hätten wir ihn nicht gefragt“, sagte TVG-Trainer Herbert Fath. „Es war klar, dass das Spiel Spitz auf Knopf ausgehen wird. Beide Mannschaften haben guten Handball gespielt und ich bin froh über den Abschluss unter eine supergeile Runde.“
Tobi Kohl war in der Tat kein unwichtiger Mann, vor allem in der Deckung, aber auch im Angriff, als Großsachsens Haupttorschütze Andreas Nixdorf nach einem Foul an Pascal Reutter mit „Rot“ vom Feld musste. 14 Sekunden war bereits Nicolai Zschippig nach seiner dritten Zeitstrafe raus. 21:18 hieß es da. „Das ist schon bitter, dann von der Tribüne aus zuschauen zu müssen“, sagt Nixdorf, der sich aber auf seine Mannschaft verlassen konnte. „Gerade in der zweiten Saisonhälfte haben die Jungen viel dazugelernt. Das hat man auch in unseren Unterzahlsituationen wieder gesehen.“
In der Tat: Der TVG ließ die tapfer kämpfenden Rintheimer nicht näher als zwei Treffer herankommen, traf nach dem 21:19 (54.) durch Marius Schneider sogar in doppelter Unterzahl, machte es im Anschluss aber spannend, weil sowohl Yannik Reidenbach völlig frei als auch Lukas Göcke nicht trafen. Beim 23:21 parierte dann Fabian Merkel und als sich Patrick Fath 30 Sekunden vor Schluss zum 24:21 durchtankte, durfte gefeiert werden. Zumindest an diesem einen Abend. AT

TVG - Rintheim
TVG Großsachsen: Merkel; Hauser (1/1), Kadel (4), Albrecht (1), Reidenbach (2/2), Kohl (3), Nixdorf (8), Göcke (1), Schneider (3), Scholz, Lochbühler, Fath (1), Zschippig.TSV Rintheim: Wörner, Behrend; Schneider, Burger, Hörner (3), Erb (1), Freund, Bäuerle, P. Reutter (4), Boos (3), Zenker (6), M. Reutter (3/2), Haupt, Kurtz (2/1).Schiedsrichter: Geiss/Kretzler (Rhein-Neckar Löwen)Zuschauer: 300.Siebenmeter: 5/3:4/3.Zeitstrafen: 12:8 Minuten und jeweils Rot nach dritter Zeitstrafe für Nixdorf (54.) und Freund (60.)Ballverluste: 8:10.Paraden: Merkel 9 - Behrend 11.Fehlwürfe: 21:18.Beste Spieler: Nixdorf, Kohl - Hörner.Spielfilm: 1:0, 3:4, 5:4, 6:7, 9:7, 11;8, 13:9, 15:10, 15:11; 17:12, 17:15, 19:16, 19:18, 21:18, 22:19, 23:21, 24:21, 24:22.

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