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Handball Herren 3.Liga Montag, 05. November 2018

Ein ganz bitterer Abend für den TVG Großsachsen

TV Gelnhausen-TVG Großsachsen 32:23 (15:15)

 

In der Pressekonferenz nach der Partie war der Frust TVG-Trainer Stefan Pohl deutlich anzumerken. Sandro Sitter meldete sich schon vor dem Spiel mit einer Knieverletzung ab und dann das! Nicht nur das sein Team in den letzten 15 Minuten mit 2:11 förmlich unterging, nein zu allem Überfluss schied Spielmacher Denny Purucker mit Verdacht auf einen erneuten Kreuzbandriss 27 Sekunden vor dem Ende aus. „Natürlich haben wir irgendwie noch Hoffnung das wir vielleicht auch mal Glück im Unglück haben. Aber nach den Aussagen unseres Physiotherapeuten und Denny selbst ist die wirklich sehr gering. Das ist einfach nur frustrierend“, so Stefan Pohl. Sollte sich die Diagnose nach dem MRT am Montag bestätigen wäre das ein schwerer Rückschlag für Großsachsen und nicht zuletzt den Spieler selbst. Gerade wieder nach 9 Monaten Pause genesen, zeigte Purucker in den letzten Wochen eine stark ansteigende Form. Der Abend beim Tabellenvierten begann gut. Großsachsen knüpfte an die letzten erfolgreichen Wochen an hielt vor stimmungsvoller Atmosphäre stark dagegen. Gelnhausen drückte von Beginn an mächtig aufs Tempo, produzierte dadurch aber etliche Tech. Fehler.  Mehr als den Ausgleich schafften die Nordhessen nie, im Gegenteil die „Saasemer“ lagen meist mit 1-2 Treffern vorn versäumten es aber den Vorsprung weiter auszubauen. Nach 26. Minuten traf Gelnhausen beim 13:12 zur ersten Führung bekam aber im direkten Gegenzug den Ausgleich. Bis zum Halbzeitpfiff konnte sich keines der Teams mehr absetzen und so ging es mit einem 15:15 in die Pause. Ärgerlich auf Seiten der Gäste war die völlig überzogene direkte Rote Karte gegen Philipp Gunst 2 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Nicht nur Stefan Pohl war der Meinung: „Das waren 2 Minuten und fertig“. Aber das sollte alles zu diesem verkorksten Abend passen. Aus der Pause kam der TVG mit viel Dampf. Die offensive 3:2:1 Abwehr erzielte etliche Ballgewinne und so stand es nach 36. Minuten 16:19. Stefan Pohl: „Dann haben wir die Chance auf vier Treffer wegzuziehen, verlieren allerdings den Ball leichtfertig in der Vorwärtsbewegung und kassieren den Anschluss. Wer weis wie die Partie dann verlaufen wäre, aber hätte, wäre, wenn, zählt alles nicht“. Gelnhausen bekam, angefeuert von den Rängen die zweite Luft. Großsachsen hingegen flog nach dem 19:21 (41.) förmlich auseinander. In der Defensive war man immer den berühmten Schritt zu spät und im Angriff wollte plötzlich gar nichts mehr gelingen. Viel zu schnell drehten die Heimsieben das Spiel. Auch zwei Auszeiten von Stefan Pohl verpufften wirkungslos und so war spätestens beim 28:22 (55.) die Messe gelesen. Wäre nicht die Verletzung von Denny Purucker könnte man das Spiel unter 45 Minuten sehr gut und 15 Minuten schlecht abhaken. SO aber hat das alles einen bitteren Beigeschmack. Jetzt heißt es sich zu sammeln und die Pause am kommenden Wochenende zu nutzen um sich auf das Heimspiel am 17.11. gegen Bruchköbel vorzubereiten. Da ist wieder mal ein Sieg Pflicht wenn man die Klasse halten möchte, egal wer dann auf dem Platz steht.

 

TVG Großsachsen: Boudgoust, Hoffmann; Gunst J. (1), Triebskorn (1), Schulz (5), Spilger, Gunst P., Kadel, Purucker, Straub, Reisig (5), Buschsieper (6/2), Hildebrandt (5).

 

Zuschauer: 750

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