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Montag, 23. September 2019

Zweiter Sieg im zweiten Spiel in der neuen Liga

SV Waldhof Mannheim-HG Saase 2 17:23 (9:12)

Am Samstagabend war es wieder soweit: Die Damen 2 der HG Saase fuhren konzentriert, hier und da aber auch nervös, zu ihrem zweiten Gegner dieser Saison, dem SV Waldhof Mannheim 07, in die Herbert-Lucy-Sporthalle in Mannheim. Auf ein ordentliches, aber eher stimmungsloses Aufwärmen, verhieß der Anpfiff den Beginn einer erneut epischen Schlacht. Jedoch machte die gehemmte Stimmung unseren tapferen Kriegerinnen zu Beginn einen Strich durch die Rechnung. So kann man insgesamt von einer eher schwachen Anfangsphase sprechen, da viel zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt wurde und vorhandene Lücken nicht erfolgreich genutzt wurden. Der Kampfgeist und der Wille der Spielerinnen Schlag und Florig, die sich ein ums andere mal durch die gegnerische Abwehr kämpften, hielt unsere Heldinnen in dieser Phase im Spiel. Auch Trunk konnte mit wichtigen Paraden überzeugen und sorgte zudem für einfache Tore aus dem Gegenstoß. Trotz allem wurden viele Torchancen liegen gelassen, weshalb die Mannschaft zu Recht in der Halbzeitpause (9:12) von Trainer Müller mit den Worten „Das Spiel ist grottig. Es ist ein Wunder, dasswir führen“ in der Kabine begrüßt wurde. Die Ansprache blieb zunächst ohne Wirkung. In der 33.Minute ließ die stark aufgelegte gegnerische Spielerin Szalanski mit ihrem Anschlusstreffer zum 11:12 (32:10) unsere Mädels wieder zittern. Doch das ließen sich die Damen 2 nicht gefallen. Langsam entfachte sich die vom Trainer herbeigesehnte Aggressivität und Leidenschaft in jeder der Spielerinnen, wie ein unheilbringendes Feuer auf der Platte. Ab diesem Zeitpunkt kam die gewohnt stimmungsvolle und aggressive Seite der Saasemer zum Vorschein, was sich in einer lauten und starken Abwehr widerspiegelte. Ab diesem Zeitpunkt und mit 3 Toren in Folge fanden die Saasemer endlich zu ihrem Spiel und konnten sich immer weiter absetzten. Diesen Sieg würde ihnen bei dieser Einstellung niemand mehr nehmen können. Die Abwehr steigerte sich gar in der letzten Viertelstunde noch einmal, was dazu führte, dass Waldhof schon in der 49. Minute ihr letztes Tor warf. Dass die Saasemer Damen konditionell besser waren, zeigte sich auch dann besonders durch ein schnelles und starkes Konterverhalten, was bis auf die finale Phase auch Trainer Müller zufriedenstellte. Die Euphorie kochte hoch. Die überragende Stimmung auf Feld und Bank schlug nur noch ein letztes Mal in Irritation um, als Brüning sich statt eines sicheren Tores zu einem Pass ins Nichts entschied. Ein sehr freundliches Almosen für den Gegner, den Trainer Müller nicht so ganz nachvollziehen konnte. Doch mit Blick auf den Endstand (17:23) konnte Müller seiner Spielerin noch verzeihen, aus seinem Gesicht wich langsam die von Wut zeugende rote Färbung und so verabschiedete er sich erleichtert und glücklich mit den Worten: „Wir wissen, was wir wollen und wir wissen was zu tun ist.“Es spielten: Trunk (Tor), Voigt (Tor), Sauer (1/1), Kling (1), Weber (4), Schlag (4/1), Brüning (4), Müller (4), Zeides (1), Florig (4), Belgraver, Braun, Regenauer, Stein.

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