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HG Sasse Dienstag, 26. November 2019

Die beste Halbzeit der Saison reicht nicht aus

HG Saase 2 - TSV Phönix Steinsfurt 25:29 (13:12)

Nach Abpfiff blieben ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachend, weil die HG Saase gegen den Tabellenzweiten TSV Phönix Steinsfurt ihre wohl beste Halbzeit in der Handball-Bezirksliga Nord gespielt hatte und mit dieser Leistung jeden Gegner schlagen könnte. Weinend, weil die zweite Hälfte zu keinem Zeitpunkt an dieses Niveau herankam und so am Ende die Gäste die lachenden Sieger waren.

Dabei hatte es die ersten 25 Minuten gut ausgesehen für die Saasemerinnen. Die beiden Mannschaften zeigten dynamischen und schnellen Handball. Laura Kling machte auf der Spielmacherposition eine brillante Partie, führte klug Regie und setzte ein ums andere Mal ihre Mitspielerinnen – allen voran Elena Schlag – in Szene. Auf der Gegenseite war die Ex-Ketscherin und vormalige Auswahlspielerin Samina Obländer die alles überragende Akteurin, die dem Spiel ihrer Mannschaft ihren Stempel aufdrückte. Blieb also nur die Frage, wessen Erfolgsrezept das bessere sein würde. Bis zum 6:6 (13.) ließ sich diese Frage nicht beantworten, doch dann drückte Saase aufs Gaspedal und zog durch einfache Treffer auf vier Tore davon – 11:7 stand es nach knapp 20 Minuten. Selbst zwei Zeitstrafen gegen Verena Weber innerhalb von zehn Minuten taten dem Lauf keinen Abbruch. Doch was in der Kreisliga bereits die Vorentscheidung gewesen wäre, wirft zwei Ligen höher keine Mannschaft mehr aus der Bahn. Steinsfurt nutzte eiskalt einige individuelle Fehler der Gastgeberinnen und schob sich heran – eine Minute vor Halbzeit war der Saasemer Vorsprung dahin und beim 12:12 war alles wieder offen. Luca Müller per Siebenmeter sorgte für den hauchdünnen 13:12-Vorsprung zur Pause.

Die erste Hälfte hatte für das Handballerherz keine Wünsche offen gelassen – blieb nur, dieses hohe Niveau im zweiten Durchgang zu halten. Zunächst ging das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen weiter – auf ein Saasemer Tor folgte eines der Phönixe. Doch dann handelte sich Verena Weber die dritte Zeitstrafe ein und musste auf der Tribüne Platz nehmen. Die Unterzahl verteidigte Saase gut aber dann machte sich die Abnutzung aus 40 Minuten Tempohandball langsam bemerkbar. Erst gingen reihenweise die Bälle, dann die knappe Führung verloren und auf einmal legte Steinsfurt vor und Saase nach. Ein allerletztes Mal konnte Saase noch ausgleichen als die starke Torfrau Mara Trunk ihren zweiten Siebenmeter im Spiel parierte und Elena Schlag den darauffolgenden Konter verwandelte, doch dann hatte Saase alle Körner verbraucht. Überhastete und unpräzise Abschlüsse, einfache Fehler und ein Gegner, der nicht wankte, versalzte aus Saasemer Sicht die Suppe. Steinsfurt zog wiederum auf 19:23 (51.) davon und Saase gelang es nicht mehr, die Phönixe einzufangen. 25:29 ging die Partie am Ende verloren und Saase steht nun mit 4:10 Punkten auf Rang 7 des Klassements. Nächste Woche wartet der noch sieglose TSV Wieblingen. Dort wollen die Gelbhemden endlich wieder punkten und sich Rückenwind für den Hinrunden-Endspurt holen. sle

Es spielten: Trunk (Tor), Voigt (Tor), Sauer, Braun, Kling (6/1), Weber (1), Schlag (9), Horst (2), Brüning, Müller (2/1), Stein (2), König (1), Regenauer, Jakob (2/1)

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