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Mittwoch, 18. Dezember 2019

Handball: TVG Großsachsen II setzt sich vor 270 Zuschauern im Landesliga-Spitzenspiel mit 25:21 (11:9) gegen den TV Hemsbach durch

Spitzenreiter ist den Tick cleverer

Bericht aus der WN/OZ

Großsachsen. 270 Zuschauer hatten gestern den Weg in die Sachsenhalle gefunden, um das Spitzenspiel der Handball-Landesliga zwischen dem TVG Großsachsen II und dem TV Hemsbach zu verfolgen. Das waren 170 mehr als beim Drittliga-Spiel des TVG in Dutenhofen. Und bis zur 53. Minute sahen die Fans beider Mannschaften eine Partie, die auf ein Unentschieden hinauslief. Dass der TVG nach dem 19:19 dann am Ende doch noch relativ klar mit 25:21 die Nase vorn hatte, war dem Umstand geschuldet, dass Hemsbach in den Schlussminuten einiges riskierte. Belohnt wurde es nicht.

„Wären wir in der Tabelle näher am TVG dran gewesen, hätte ich hinten nicht aufgemacht“, sagte Hemsbachs Trainer Werner Helbig. Er wechselte den Torhüter, ließ Großsachsens Hauptangreifer Andreas Nixdorf eng decken. „Im Endeffekt war der TVG aber einfach cleverer. Wir haben eine gute Abwehr gestellt, aber 21 Tore sind zu wenig. Und die ein, zwei Fehler, die wir dann der Schlussphase machen, gepaart mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, machen es dann aus.“

Gemeint war die Phase nach dem 20:19, als der für den guten Fabian Merkel eingewechselte TVG-Torhüter Cedric Ehret einen Gegenstoß von Fabian Joerchel parierte und die Schiedsrichter im darauffolgenden Angriff in einem unübersichtlichen Bodenkampf nach dem Ball auf Technischen Fehler gegen Hemsbach entschieden. Weil bei Großsachsen nun Patrick Fath, Nixdorf und Roger Unger trafen, bedeutete das 22:19 (56.) schon eine Vorentscheidung. Es war die erste größere Führung in einem spannenden Derby, das von zwei starken Abwehrreihen mitsamt Torhütern geprägt war.

„Hemsbach ist kein Gegner, den man mal so im Vorbeigehen schlägt. Das ist schon eine gute Truppe. Mit unserer Abwehr war ich auch zufrieden. Aber im Angriff haben wir zu viel übers Zentrum versucht und die Außen erst zum Ende hin gefunden. Und auch das Tempospiel ist uns nicht gelungen“, sagte TVG-Trainer Herbert Fath, der zu sehr Übungsleiter ist, um beim positiven Spielausgang nicht auch Verbesserungsfähiges zu sehen. Was er aber auch sieht: Der TVG geht nach der Hinrunde als Spitzenreiter mit drei Punkten Vorsprung auf Mosbach und vier vor Hemsbach in die Weihnachtspause. „Klar ist das nur eine Momentaufnahme, aber die nehmen wir gerne in die Rückrunde mit.“

Etwas weniger euphorisch sieht Werner Helbig die Situation für den TV Hemsbach, auch wenn er weiß, dass die führenden Teams der vergangenen Jahre durchaus zum Ende hin unerwartet Federn gelassen haben. „Aber wir haben ein schweres Restprogramm mit nur noch vier Heimspielen.“ Die Niederlage gestern tat in dieser Hinsicht doppelt weh. „Klar kann man in Großsachsen verlieren. Die Punkte, die wir gegen Laudenbach und Mosbach gelassen haben, könnten am Ende entscheiden. Doch klar ist auch: Die Runde ist noch lang.“       AT

 

TVG Großsachsen II: Ehret (ab 52.), Merkel (1); Albrecht (1), Fath (4), Arendt, Nixdorf (8), Göcke, Gunst, Dallinger, Lochbühler (3), von Babka (n.e.), Ott, Unger(5/3), Reidenbach (3).

TV Hemsbach: Nethövel, Krüger (53. bis 56.); Brückmann, Herzog (3),Bauer (2), Wiltz (2), Bader (19, Maas, Zschätzsch (4), Kuhn, Fröhlich, Joerchel (4/3), Heide (5), Heck.

Schiedsrichter: Köhler/Strompen (SC Sandhausen).

Zuschauer: 270.

Siebenmeter: 4/3:4/3.

Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

Ballverluste: 9:11.

Fehlwürfe: 31:23.

Paraden: Ehret 3, Merkel 12 - Nethövel 19, Krüger 1.

Beste Spieler: Nixdorf, Albrecht, Arendt, Gunst - Nethövel, Heide.

Spielfilm: 2:2, 5:68:9, 11:9; 12:10, 13:12, 14:14, 17:17, 19:19, 22:19, 23:20, 25:20, 25:21.

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